Die Gründungsstory - Die Berufung für die Randgruppen in dieser Welt.
und Heilung meiner Vergangenheit. Ich machte ein Jahr Therapie im Missonswerk in Falken- berg "Hoffnung für Dich". Schon im Gefängnis hatte Gott mir eine Vision gegeben. In meinem Herzen hatte ich ein ganz tiefes Mitgefühl für die Armen aller Gesellschaftsschichten, eine Bürde für die, die zum Abschaum der Welt gehören.
Menschen, die alle schwarz waren. Sie schrien um Hilfe: Rette uns! Wer rettet uns? Und von dem Schiff aus kamen Lichter, und die kamen auf die Menschen. Auf jeden einzelnen kam ein Licht, und sie strahlten immer heller. Die Menschen sahen auf einmal erlöst aus und freuten sich.
Gefängnis. Ich wusste nicht, wie Gott das haben will. Aber Gott war dabei, mich auf Frankfurt vorzubereiten, um dort einmal ein Jünger seiner Liebe zu sein.
1979 wurde ich aus dem Knast entlassen. Danach ließ ich mich taufen. Nach der Taufe dachte ich: Jetzt bin ich der Berufene für Frankfurt. Aber in der Bibel heißt es: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken. Der Mensch denkt, und Gott lenkt.
Ich war noch nicht bereit. Gott wollte dass ich erst eine Therapie mache. Doch danach,
als meine Zeit
nach Frankfurt! Dann wurde ich ausgesandt und bekam den Vers aus der Apostelgeschichte Kapitel 13: Sondert mir nun Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe. Dieser Vers kam ganz konkret in meine Situation. Gott hatte mich für Frankfurt vorbereitet, um mit den Rand- gruppen und Armen zu arbeiten.
zu einer Baptistengemeinde in Frankfurt. Er war Jugendleiter, sein Herz schlug auch für die Randgruppen. Einige Monate vor meinem Einzug bei ihm hatte er mit Freunden eine christliche Konzertagentur gegründet. Der Name hieß: Afek - Arbeitsgemeinschaft für evangelistische Konzerte. Der Schwerpunkt dieser Afek-Mission war, mit christlichen Rock-, Pop-, und Punkgruppen Leute aus den Randgruppen und aus dem Drogenmilieu für Christus zu gewinnen. Es wurden viele Konzerte veranstaltet in Pubs, Bars, Schulen, Messegeländen, Jugendhäusern, im Drogenmilieu und Open Air. Viele kamen zum Glauben, und ich stieg dort voll mit ein.
In dieser Zeit gab Gott mir die Obdachlosen. Regelmäßig nahm ich sie bei mir im Zimmer auf. Ich legte sie ins Bett, und ich schlief auf dem Fußboden. Das ging immer so weiter und weiter.
Wir beide hatten viele Kontakte zu Gangs und Rockergruppen.In dieser Zeit machten viele Gangs zu und übergaben ihr Leben Jesus. Wir arbeiteten in der Baptistengemeinde in der Jugendarbeit mit. Dorthin kamen alle Gangs, die nicht immer herzlich willkommen waren, denn die passten nicht in das Bild einer frommen Jugend hinein. Das störte mich wenig - unser Herz brannte für sie alle. 1981 gründeten wir in Frankfurt eine Disco mit dem Namen Dampfkessel. Diese Disco leitete ich mit Marion acht Jahre lang. Es gab dort das berühmte Dampfbier. Es wurde getanzt, es gab immer eine halbe Stunde Impuls - wir erzählten aus unserem Leben oder luden Liedermacher ein. In dieser Zeit kamen viele zum Glauben. Zur Disco kamen die Leute aus allen Randgruppen und auch viele entlaufene Jugendliche.
Menschen und Christen. Wir konnten uns vor dem Ansturm nicht mehr retten. Nach einem Einsatz von mir im Raum Hannover in Rinteln kamen frisch bekehrte Drogenleute. Sie kamen fast jedes Wochenende. In unserem Kühlschrank war ständig Ebbe.
Ich arbeitete mit einem Pater zusammen, der zum Deutschen Orden gehörte. Der Sitz war in Frankfurt. Mit ihm machte ich viele evangelistische Einsätze an Schulen, in Gemeinden, Seminaren und unter Jugendlichen. Ich ging in ihrem Kloster schon ein und aus. Wir hatten dort immer von der Immanuel Gemeinschaft unsere Gebetsnacht von 20 Uhr bis 6 Uhr morgens. Dort kamen so viele Menschen zum Glauben. Jeden Sonntag hatten wir um 18 Uhr in der katholischen Kirche unseren Gottesdienst. Wir erlebten viele Bekehrungen und Heilungen. Es war eine kleine Erweckung ausgebrochen. Nie im Leben dachte ich zu dieser Zeit daran, von Frankfurt wegzugehen. Der Prior vom Orden war Polizeidekan von Hessen, Pater Gottfried Keindl. Er war Seelsorger der Polizei im Frankfurter Hauptbahnhof. Ihn bewegte das Elend der Menschen im Rotlicht Milieu und die vielen Drogen- abhängigen und Obdachlosen. Er gründete das Hospitalwerk, um viele Menschen im Sterbehospiz aufzunehmen. Der Deutsche Orden bekam so viele Schenkungen an Häusern und Landgütern. Sie wussten schon gar nicht mehr wohin mit den ganzen Sachen. Eines Tages beim Mittagessen im Orden sprach der Prior zu mir: "Olli, wir haben ein Projekt geschenkt bekommen im Raum Amberg in Schmidmühlen. Du suchst doch Häuser für deine Drogenleute."
PJ (Günter Oppermann), und der Prozess deiner inneren Heilung ist abgeschlossen." 1989 schaute ich mir die Häuser in Schmidmühlen an. Es war ein großes Gelände, das als Schrottplatz diente.
Juli 1990 begannen wir mit der Arbeit auf dem Harschhof. Aus der Arbeit der Immanuel Gemeinschaft entstand in Schmidmühlen die Reha-Arbeit, aus der Reha-Arbeit ist der Gottesdienst geboren, daraus sind die Hauskirchen hervorgegangen, die Konferenzen, Seminare und Feuergottesdienste. Aus den Feuergottesdiensten wurden die Heilungsgottesdienste geboren. Die Arbeit war ständig am Wachsen. Bis zum heutigen Tage haben zehntausende Menschen den Harschhof besucht.
für zerbrochene Menschen, für Gestrandete und Süchtige, die keiner mehr haben will. In der biblischen Therapie konnten bis zu 60 Leuten aufgenommen werden. Aus der Gemeinschaft heraus sah sich die Immanuel Gemeinschaft schon in Frankfurt als ein Teil der Vineyard Bewegung. Seit einigen Jahren gehören wir zu der großen Vineyard Familie. Wir sind die einzige deutsche Vineyard-Gruppe, die sich bewusst Weinberg nennt.
Seit September 2007 gibt es die Arbeit auf dem Harschhof nicht mehr. |